DWJN unterstützt Studie zum Islambild vor dem Hintergrund des arabischen Frühlings
Nach „Mediawatch“ in den 90er Jahren u.a. auch zum Islambild freuen wir uns, wieder ein Forschungsprojekt junger Kommunikationswissenschaftler der Universität Erfurt zu unterstützen. Die Studenten wollen herausfinden, ob sich das Islambild in deutschsprachigen Zeitungen vor dem Hintergrund des arabischen Frühlings verändert hat. Ergebnisse sollen im Juni 2012 vorgestellt werden.
Die Wissenschaftler untersuchen die Berichterstattung zu Ägypten und Tunesien in deutschen Qualitätszeitungen. Wie haben die aktuellen politischen Ereignisse die Berichterstattung verändert? Ist es leichter geworden, alltägliche Themen von Muslimen und Muslima zu platzieren? Lässt sich nach den politischen Veränderungen eine größere Vielfalt der muslimischen Gesellschaft abbilden?
Grundthesen zur Berichterstattung sind:
- bei Schüsselereignissen wird der Mediendiskurs zum Islam ausgewogener;
- Politisierung verliert an Bedeutung, wenn individuelle wirtschaftliche und soziale Fragestellungen in den Vordergrund rücken;
- bestehende Stereotype zum Islam werden durch den arabischen Frühling hinterfragt.
Betreut wird das Projekt von Prof. Dr. Kai Hafez, der seit 2003 den Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft mit dem Schwerpunkt Vergleichende Analyse von Mediensystemen an der Universität Erfurt innehat. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Auslandsberichterstattung, Medien im Nahen Osten, Medien und Einwanderung sowie Politischer Islam und Naher Osten. |